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Deutscher Vizemeister – die Stadtkapelle Wertingen e.V. feiert erfolgreiches Jahr 2025

Am Sonntag, dem 08. März 2026, lud das Präsidium der Stadtkapelle Wertingen e.V. zur Jahreshauptversammlung mit anschließendem Weißwurstfrühstück und gemütlichem Austausch ein. Präsident Hubertus von Zastrow begrüßte alle Anwesenden, und Markus Brinkmann führte wie gewohnt charmant und humorvoll durch die Versammlung.

Deutscher Vizemeister – Die Bläserphilharmonie glänzt beim DOW in Wiesbaden!

Der Höhepunkt des Jahres war zweifellos der Erfolg der Bläserphilharmonie beim DOW (Deutscher Orchesterwettbewerb) in Wiesbaden am 17. Juni 2025. Die Musikerinnen und Musiker unter der Leitung von Dirigent Germán Moreno López erspielten sich mit 24,2 von 25 möglichen Punkten den zweiten Platz und damit den Titel des deutschen Vizemeisters – eine außerordentliche Leistung, die der Dirigent mit drei Worten kommentierte:

Dankbarkeit, Stolz und Motivation. Das Ziel ist klar: Das Orchester will weiter musikalisch wachsen und befindet sich bereits in den letzten Vorbereitungen für das diesjährige Osterkonzert und die anschließende Aufnahme beim Bayerischen Rundfunk.

Wachstum auf ganzer Linie: Stadtkapelle begrüßt neue Musikerinnen und Musiker sowie Orchester

Das vergangene Jahr stand unter dem Motto „Willkommen!" – neben den neuen Musikerinnen und Musikern, die in den Blasorchestern der Stadtkapelle starteten, begrüßte Präsident von Zastrow auch die neuen Streicher des neu gegründeten Sinfonieorchesters, das am 08. Februar 2026 seine Premiere bei zwei ausverkauften Konzerten in der Bethlehemkirche feierte. Zudem hat sich die Formation der Wertinger Blasmusik, seit diesem Jahr als „Zusamstadt Musikanten" bekannt, neu formiert.

Die Dirigenten der Stadtkapelle Wertingen e.V. zum vergangenen Jahr

Die Dirigenten blicken mit Stolz auf ein erfolgreiches Jahr 2025 zurück. Lea Lernhard (Vororchester), Germán Moreno López (Jugendorchester und Bläserphilharmonie), Tobi Wiedenmann (JAZZTaste Bigband) und Alexander Stütz (Zusamstadt Musikanten) berichten übereinstimmend von erfolgreichen Proben, Konzerten, stabilen sowie wachsenden Besetzungen und spürbarer musikalischer Weiterentwicklung. Vom Ausbildungsorchester über das Lernorchester bis hin zu den weiterführenden Ensembles erleben die Dirigentinnen und Dirigenten hautnah, wie die aktiven Musizierenden des Vereins wachsen und sowohl musikalisch als auch durch entsprechende Organisation Großes für den Verein und die Gesellschaft leisten.

1. Reihe v. l. n . r.: Anna-Lena Neukirchner-Schäffler (Vizepräsidentin), Tobi Wiedenmann (JAZZTaste Bigband), Heike Mayr (Musikalische Leitung), Lea Lernhard (Vorochester), Alexander Stütz (Zusamstadt Musikanten), Hubertus von Zastrow (Präsident)
2. Reihe v. l. n. r.: Christian Gärnter (Schatzmeister), Stefan Saur (Beisitzer), Germán Moreno López (Jugendorchester und Bläserphilharmonie)

Miteinander als gelebte Stärke

Ein zentrales Thema der Versammlung war das Miteinander – innerhalb des Vereins, aber auch darüber hinaus. Viele Musikerinnen und Musiker der Stadtkapelle spielen gleichzeitig in mehreren Ensembles innerhalb des Vereins, sind in Vereinen der Umgebung aktiv und helfen zudem bei befreundeten Vereinen in der Region aus. Diese gelebte Solidarität macht die Stadtkapelle zu einem Ankerpunkt im regionalen Kulturleben.

Besonders betont wurde auch die enge Zusammenarbeit mit der Musikschule Wertingen, in der Heike Mayr als Schulleitung gemeinsam mit den Musiklehrern auch 2025 entscheidend zur erfolgreichen Nachwuchsarbeit in der Stadtkapelle beigetragen hat. Neu eingerichtet wurde ein Musikalischer Rat, bestehend aus Musikschullehrern, die in der Stadtkapelle musizieren, den Dirigenten und Heike Mayr, der diese Zusammenarbeit strukturell untermauert.

Ehrungen für aktives Musizieren und die silberne Wertschätzungsnadel

Im Rahmen der Versammlung wurden aktive Musikerinnen und Musiker geehrt. Neben ASM-Ehrungen erhielten Simone Rigel und Josef Kratzer interne Auszeichnungen für 45 bzw. 55 Jahre in der Stadtkapelle Wertingen. Weitere Urkunden wurden verliehen an Paula Ritzer, Erik Döhler und Ludwig Stegmiller für 10 Jahre, Verena Gärtner, Johanna Mordstein und Sophie Wild für 15 Jahre, Matthias Schäffler für 20 Jahre, Viktoria Wörle für 25 Jahre, Yvonne Rothbauer für 30 Jahre sowie Gabi Mordstein und Sonja Zub für 40 Jahre.

Das Präsidium führte im vergangenen Jahr die silberne Wertschätzungsnadel ein, um besonders engagierte Mitglieder zu ehren, und vergab sie in diesem Rahmen gleich zweimal: Stephanie Zegula, aktive Flötistin der Bläserphilharmonie, erhielt die Auszeichnung als Dank für ihre Arbeit als Notenwärtin, Chronikbeauftragte, Trachtenverantwortliche und Teil des Digitalisierungsteams. Vizepräsidentin Anna-Lena Neukirchner-Schäffler betonte darüber hinaus ihre Hingabe bei zahlreichen weiteren Aufgaben, etwa beim Pausenverkauf oder beim Ausräumen der Probenräume.

Hubertus von Zastrow ehrte Bürgermeister Willy Lehmeier mit der silbernen Wertschätzungsnadel und dankte ihm für seine jahrelange Unterstützung des Vereins, seine außerordentliche Kooperation bei der Suche nach einem neuen Proberaum sowie sein stets offenes Ohr und seine Präsenz bei Konzerten und Jahreshauptversammlungen. Lehmeier betonte in seiner Erwiderung den hohen Stellenwert der Stadtkapelle in der Stadtgesellschaft und wünschte sich den Erhalt des bewährten Tandems aus Musikschule und Stadtkapelle.

1. Reihe v. l. n . r.: Stefan Saur, Willy Lehmeier, Verena Gärtner, Paula Ritzer, Josef Kratzer, Johanna Mordstein, Viktoria Wörle, Anna-Lena Neukirchner-Schäffler, Hubertus von Zastrow
2. Reihe v. l. n. r.: Christian Gärtner, Stephanie Zegula, Gabriele Mordstein, Yvonne Rothbauer, Sonja Zub, Simone Rigel, Matthias Schäffler

Ein Verein mit Geschichte und glänzender Zukunft

Unzählige Konzerte, Proben, Erfolge und Generationen von Musikerinnen und Musikern haben den Verein zu dem gemacht, was er heute ist: eine lebendige, wachsende Gemeinschaft mit vielen engagierten Mitgliedern. Präsident Hubertus von Zastrow nutzte die Versammlung auch, um einen wichtigen Zukunftsplan vorzustellen: eine Kulturhalle Schwaben (KUS) für Wertingen. Angesichts voller Terminkalender in der Stadthalle und des wachsenden Raumbedarfs aller Vereine sei es an der Zeit, Kultur und Sport jeweils eine eigene Heimat zu geben. Die KUS soll Theater, Konzerte, Firmenveranstaltungen und vieles mehr ermöglichen – und einen modernen Proberaum für die Stadtkapelle beinhalten. Die Unterstützung des Bürgermeisters stimmt dabei zuversichtlich. „Es geht zunächst um das Ob, nicht das Wie", betonte von Zastrow.

Präsident Hubertus von Zastrow schloss die Jahreshauptversammlung mit sichtlicher Zufriedenheit und blickte voller Vorfreude auf ein aufregendes Jahr 2026.